PVT-Anlagen
Was sind PVT-Kollektoren?
PV steht für Photovoltaik, T für Thermie; auf den ersten Blick sehen sie aus wie normale Photovoltaikmodule: Mattschwarz glänzende Kästen, die auf Dächern stehen oder liegen oder freistehend montiert sind. Der zweite Blick zeigt, die Module sind manchmal etwas dicker, unter den Solarzellen liegt zusätzlich ein Blech – mit oder ohne Kühlrippen. Zusätzlich zum Stromkabel gibt es einen Anschluss für Rohre oder Schläuche. Die Module kombinieren die Stromerzeugung mit Solarzellen mit der Gewinnung von Heizwärme auf der gleichen Dachfläche. Der unter den Solarzellen angebrachte Wärmetauscher führt die Wärme ab. Da kühlere Solarzellen mehr Leistung liefern, steigt deren Wirkungsgrad um etwa 5 Prozent, teilweise auch mehr. Insgesamt 70 bis 80 Prozent der Sonnenenergie wird genutzt, reine PV-Module kommen auf plus/minus 25 Prozent.
In Verbindung mit einer langlebigen Sole-Wärmepumpe nutzten PVT-Kollektoren auch geringere Sonneneinstrahlung, zum Beispiel in der Übergangszeit oder an trüben Tagen. Bei einer normalen Solarthermieanlage würde diese Energie nicht für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung ausreichen. Zudem gewinnen PVT-Anlagen Heizwärme aus der Umgebungsluft, auch nachts und bei niedriger Lufttemperatur bis in den Frostbereich. Der von den Solarzellen aus Sonnenlicht umgewandelte Strom deckt teilweise den Strombedarf der Wärmepumpe. Das macht PVT-Kollektoren häufig zur idealen Komponente integrierter erneuerbarer Wärmekonzepte für Neubauten und Bestandssanierungen. Je nach Anlagenkonzeption als alleinige Wärmequelle oder in Kombination mit anderen erneuerbaren Quellen, etwa Geothermie.
PVT und Geothermie kombiniert
Geschickt kombiniert, sind PVT-Module und oberflächennahe Geothermie ideale Partner für eine hundertprozentige erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden mit hoher Eigennutzung von PV-Strom. In der Heizperiode versorgt die PVT-Anlage bei höheren Außentemperaturen die Wärmepumpe mit Umweltwärme, bei niedrigen Temperaturen springt die Erdwärme aus Kollektoranlagen oder Erdsonden ein. Liefern die Absorber der PVT-Anlage von Frühjahr bis Herbst nicht benötigte Wärmeüberschüsse, lagert ein intelligentes, hydraulisches Quellenmanagement die Wärme im Erdreich ein und regeneriert dieses für die Heizperiode. Das sorgt für eine hohe durchschnittliche Quellentemperatur und damit für eine hohe Effizienz der Wärmepumpe, weniger Bohrmeter der Erdsonde oder geringeren Flächenbedarf der Erdkollektoren.
Förderung für PVT-Anlagen
PVT-Anlagen werden für den thermischen Teil über die staatliche BEG-Förderung mit Zuschüssen gefördert. Verschiedene Bundesländer haben eigene Förderprogramme. Auch im Rahmen der Förderung für effiziente Wärmenetze BEW sind PVT-Anlagen förderfähig. Wir beraten Sie gerne zu den aktuell geltenden Förderbedingungen.
Unsere Expertise
Wir beraten Sie bei der Konfiguration ihrer PVT-Anlage, übernehmen in unserem Netzwerk die detaillierte Auslegungs- und Installationsplanung und montieren die Komponenten fachgerecht und zuverlässig, inklusive des hydraulischen Quellenmanagements. Dabei berücksichtigen wir den Wärme- und Strombedarf Ihrer Immobilie und legen die Komponenten entsprechend der zur Verfügung stehenden Flächen optimal aus. So erreichen wir eine maximale Deckungsrate Ihres Energiebedarfs mit zukunftsfähigen, erneuerbaren Energien.